Sie sind hier:
"Saving Lives – Changing Lives" - darum geht es bei der Arbeit des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen. Seit Juli 2022 haben wir das Mandat inne, diese weltweit größte humanitäre Hilfsorganisation zu prüfen. Unser Präsident Kay Scheller stellte jüngst in Rom erste Prüfungsergebnisse vor. "Wir sind bestrebt, Empfehlungen auszusprechen, die einen echten Mehrwert für das WFP in seiner Arbeit für die Ärmsten der Welt schaffen", machte Scheller seinen Anspruch an das Prüfungshandeln deutlich.
Präsident Scheller erteilte dem Jahresabschluss 2022 des WFP ein uneingeschränktes Testat und stellte unsere Prüfungsergebnisse in Rom vor der Jahreshauptversammlung der Mitgliedstaaten vor. Im Anschluss konnte die Hauptversammlung den Jahresabschluss genehmigen und das WFP-Management entlasten.
27 Empfehlungen in der Finanzprüfung und 30 Empfehlungen in den beiden Wirtschaftlichkeitsprüfungen – diese Bilanz zog der Bundesrechnungshof aus seinen Prüfungen des WFP. Die wichtigsten Empfehlungen betrafen die Bereiche Zuwendungen der Mitgliedsstaaten und anderer Geber, Vorräte an Nahrungsmitteln, Anlagevermögen, Lohn- und Gehaltsbuchhaltung und Prozesse in der Buchhaltung.
Wir stellten beispielsweise fest, dass das WFP Nahrungsmittel im Wert von 220 Mio. US-Dollar, die noch bei Kooperationspartnern lagerten, bereits als Aufwand verbucht hatte. Das WFP sollte den Aufwand erst bei Verteilung an die Bedürftigen erfassen.

Präsident Scheller und Cindy Hensley McCain, Exekutivdirektorin des Welternährungsprogramms
Die Hauptarbeit zur Unterstützung der von Hunger betroffenen Menschen wird vor Ort in den Krisenregionen geleistet, oft unter harten und anspruchsvollen Bedingungen. 20.000 Beschäftigte weltweit arbeiten in 123 Ländern und Gebieten daran, hungernde Menschen mit lebensrettenden Nahrungsmitteln zu versorgen.
Um diese Arbeit genau unter die Lupe nehmen zu können, war das Prüfteam des Bundesrechnungshofes vor Ort unterwegs: Neben dem Hauptquartier in Rom besuchte es im ersten Prüfungszyklus die Regionalbüros in Kairo und Johannesburg. Weiter ging es im Anschluss in die Länderbüros in Ägypten, Jordanien, Libanon, Malawi, Mosambik, Tansania und – aus der Ferne – Simbabwe.

Präsident Scheller stellt die Prüfungsergebnisse in der Sitzung des Executive Board vor. Rechts im Bild Lutz Hoffmann, Director of External Audit