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Das Bild zeigt den Sitzungssaal des WFP während der Annual Session.

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Executive Board, dem Aufsichtsorgan des Welternährungsprogramms (WFP - World Food Programme) in Rom zeigte die herausfordernde Situation, in der sich das WFP derzeit befindet: Sinkende finanzielle Mittel, tiefgreifende Reformen und personelle Veränderungen schränkten die Handlungsfähigkeit ein. Vor diesem Hintergrund stellte der Bundesrechnungshof seinen nunmehr vierten Prüfbericht vor.

Die Mitgliedstaaten stellten WFP im vergangenen Jahr deutlich weniger Mittel zu Verfügung: Nachdem es im Jahr 2024 rund 9,8 Milliarden Euro waren, sind die Mittel im Jahr 2025 auf nur noch 6,1 Milliarden Euro zurückgegangen. Diese Entwicklung erhöht den Druck, die vorhandenen Mittel gezielt und effizient einzusetzen.

Umstrukturierung, Personalabbau und Führungswechsel

Aufgrund der gesunkenen Mittel baute das WFP in erheblichem Umfang Personal ab und begann eine Umstrukturierung. Ziel war es, die Organisation zu verschlanken und Doppelstrukturen abzubauen. So integrierte das WFP die Regionalbüros in das Hauptbüro in Rom und führte die Organisation auf einen zweistufigen Aufbau zurück.

Im Mai 2026 kam es zudem zu einem Wechsel an der Spitze des WFP. Die Executive Director Cindy McCain musste ihren Posten aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig verlassen. Die Leitung hat interimsmäßig der bisherige stellvertretende Executive Director Carl Skau übernommen. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für Frau McCain ist bisher noch nicht bestimmt.

Prüfbericht vorgestellt

Ein Bestandteil der Jahreshauptversammlung war die Präsentation unseres Prüfberichts mit dem uneingeschränkten Testat für den WFP-Jahresabschluss 2025. Stellvertretend für den External Auditor, Präsident des Bundesrechnungshofes Ansgar Heveling, stellte Director of External Audit Lutz Hoffmann die Ergebnisse vor.

Zugleich betonte unser Prüfbericht, dass das WFP seine Effizienz weiter steigern muss. Angesichts rückläufiger Mittel ist es entscheidend, die verfügbaren Ressourcen möglichst wirksam einzusetzen, um die Unterstützung für Menschen in Not sicherzustellen.

Dazu sind insbesondere eine weitere Verschlankung der Strukturen, die Standardisierung von Prozessen sowie eine klare Priorisierung der Aufgaben erforderlich. Nur so kann das WFP auch künftig seinen Auftrag für die Bedürftigen wirksam erfüllen.

Positive Reaktionen

Wie bereits in den letzten Jahren stieß der Bericht auf positive Resonanz bei den WFP-Mitgliedstaaten. Vertreter der Afrikanischen Länder, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, den USA und der Europäischen Union nahmen Stellung und würdigten die Qualität des Berichts.

Viele Beiträge griffen zentrale Feststellungen unseres Prüfberichtes auf, insbesondere den kontinuierlichen Anstieg der Personalausgaben im Verhältnis zu den Gesamtausgaben. Mitgliedstaaten brachten Ihre Erwartung zum Ausdruck, dass das WFP die Empfehlungen unseres Prüfberichtes zeitnah und vollständig umsetzt.

Der vollständige Bericht sowie weitere Informationen zu unserer Prüfungstätigkeit bei WFP sind folgend in englischer Sprache abrufbar:

External Auditor - WFP Executive Board

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