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Ansicht des Tagungssaals im WFP-Hauptsitz Rom.

Datum: 03.07.2025

Der Bundesrechnungshof hat seinen aktuellen Prüfbericht zum Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP-World Food Programme) für das Haushaltsjahr 2024 vorgelegt. Präsident Kay Scheller stellte die Ergebnisse vor dem Executive Board in Rom vor.

Drei Jahre ist es her, dass der Bundesrechnungshof das internationale Prüfmandat für das WFP übernommen hat. Seither wurde viel erreicht -  wie Kay Scheller in seinem Vortrag vor dem Executive Board betonte.

Prüfung mit Wirkung

Die Empfehlungen des Bundesrechnungshofs haben grundlegende Verbesserungen angestoßen:

So erkannte der Bundesrechnungshof Schwächen in der sogenannten Delegation of Authority – also der klaren Zuordnung von Zuständigkeiten und Berichtspflichten. Der Bundesrechnungshof empfahl, Entscheidungsbefugnisse nachvollziehbar und transparent zuzuweisen – damit klar ist, wer wofür verantwortlich ist und wer an wen zu berichten hat.

Mehr als 90 Prozent der Hilfe – ob Nahrungsmittel oder Geld – werden von Kooperationspartnern des WFP an die Bedürftigen verteilt. Der Bundesrechnungshof empfiehlt, Ausgaben hierfür erst dann zu verbuchen, wenn die Hilfe tatsächlich bei den Bedürftigen ankommt – und nicht bereits bei der Übergabe an diese Kooperationspartner. Dies würde die Rechenschaft bis zur „letzten Meile“ stärken – also bis zum tatsächlichen Ziel der Hilfe.

Auch überarbeitete das WFP auf Anregung des Bundesrechnungshofes seine Bilanzierungsregeln für mehrjährige Finanzbeiträge und passte sie an internationale Standards an. Dies war eine der Voraussetzungen, damit Präsident Scheller bisher uneingeschränkte Testate erteilen konnte.

Finanzierungslage angespannt

Die aktuelle Haushaltslage des WFP ist angespannt. Viele Geberländer haben ihre Zuwendungen deutlich reduziert. Für 2025 rechnet das WFP mit 35 Prozent weniger Einnahmen als im Vorjahr – und das, obwohl weltweit mehr als 700 Millionen Menschen von Hunger betroffen sind.

In Zeiten unsicherer Finanzierung zählt jeder Cent. Umso wichtiger ist eine wirksame Finanzkontrolle. Sie schafft Vertrauen und stärkt die Hilfe dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Quelle: Kay Scheller, Präsident des Bundesrechnungshofes
Kay Scheller, Präsident des Bundesrechnungshofes.

Starker Beitrag, engagierte Kontrolle: Deutschlands Rolle beim WFP

Deutschland zählt weiterhin zu den größten Gebern des WFP – allein im Jahr 2024 mit Beiträgen von rund einer Milliarde Euro. Der Bundesrechnungshof wird auch weiterhin im Rahmen seines Prüfungsmandats bis zum Jahr 2028 an der Seite der Bedürftigen stehen, damit das WFP die Beiträge effektiv und effizient ins Ziel bringt.

Der vollständige Bericht ist in englischer Sprache abrufbar:

External Auditor - WFP Executive Board

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